Subsignal – La Muerta Tour 201


Subsignal
Gute zwei Jahre haben sich Subsignal genommen, um mit „La Muerta“ nun endlich ihren neuen Longplayer vorzulegen. Sie gehören zur Speerspitze des deutschen Progressive Rock und brillieren auf ihrem neuen Album mit den erhebendsten Melodien, die man von ihnen bisher gehört hat. Subsignal klangen noch nie so toll. Das erste Subsignal Album bei G entle Art Of Music. Kalle Wallner und Yogi Lang von RPWL haben auf ihrem Label mittlerweile eine beachtliche Schar großartiger Künstler eingesammelt und in ihrem Studio reichlich exzellente Produktionen auf internationalem Niveau zu verantworten (Blind Ego , RPWL, Frequency Drift, Dante, Panzerballett u.v.a.). Eine Entdeckungsreise Wie bei Markus Steffen und Arno Menses nicht anders zu erwarten, schicken sie den Hörer auf eine ebenso komplexe wie ereignisreiche Entdeckungsreise. Den Pfad zu „La Muerta“ hab en Subsignal diesmal jedoch bewusst einen Tick zugänglicher gestaltet als dies noch auf dem Vorgänger der Fall war. Es ist das grundlegende Gesetz bei Subsignal, von Album zu Album bewusst neue Reiz – und Schwerpunkte zu setzen. So unterschrieb man im Vorf eld von „La Muerta“ nicht nur einen neuen Plattenvertrag, sondern entschied sich auch für eine veränderte Herangehensweise bei der künstlerischen Gewichtung. Wo man auf früheren Alben noch die sprichwörtliche Fackel schwang, um den Konsumenten durch das Di ckicht des technisch vertrackten Progressive – Unterholzes zu lotsen, vertrauen Subsignal diesmal aktiv auf die Kraft des Songwritings sowie die Intuition des Publikums, bieten aber doch hier und da Hilfestellungen. So nimmt die typische Subsignal – Energie au f „La Muerta“ eine zwar mitnichten weniger prominente, dabei aber doch deutlich subtilere Rolle ein. Gleiches gilt für die technische Finesse im Musikalischen: noch immer ist sie treibendes Element, doch springt sie dem Hörer nicht mehr ins Gesicht, sonder n pirscht sich vielmehr aus der – nur scheinbar! – diffusen Atmosphäre an, um dann ihre gewohnte Wirkung zu erzielen. Als Gegenpol zum sehr intensiven Vorgänger „The Beacons of Somewhere Sometime“ ging man diesmal deutlich instinktiver zur Sache und setz te auf mehr Transparenz in Material und Produktion, was unweigerlich die unbewusste Mithilfe des Zuhörers fordert. Ein mutiger Ansatz, der bei Subsignal nicht nur großes Selbstvertrauen in das eigene Songwriting, sondern auch ein nicht geringes Maß an Wert schätzung für die Zuhörerschaft erkennen lässt. „La Muerta“ zeigt: wer viel riskiert, kann im großen Stil gewinnen! Inhaltlich befasst sich Markus Steffen mit der Verarbeitung persönlicher Anliegen und vollbringt dabei meisterhaft den Balanceakt zwischen größter Ehrlichkeit und gleichzeitiger Vermeidung eines Abdriftens in bloße Befindlichkeitslyrik. Für Text wie Musik gilt: die Band hat es auf diesem Album gesamtkünstlerisch geschafft, trotz großer Emotionalität genug Distanz zur Wahrheit zu schaffen, so dass deren Strahlkraft den Zuhörer zwar berührt, ihm jedoch kein vorgefertigtes Denkkorsett anlegt. Subsignal weisen auf „La Muerta“ einen lyrischen Weg – finden, erkunden und erleben darf diesen das Publikum jedoch durch die eigenen Augen und Ohren. Das mittlerweile seit geraumer Zeit beständige Lineup aus Markus Steffen (Gitarre), Arno Menses (Gesang), Ralf Schwager (Bass), Markus Maichel (Keyboards) und Dirk Brand (Schlagzeug) ist mittlerweile ein perfekt abgestimmtes Team. Und das kann man hören: um d ie musikalisch – mechanische Mikrojustierung hat sich hier offensichtlich niemand mehr zu kümmern brauchen.

Datum: 18/10/2018
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: Zentrum Altenberg Oberhausen
Stadt: Oberhasuen