2009/03/29 | John Lee Hooker Jr. | Zeche Carl Essen

Geschrieben von: Peter Altenkirch

Konzertbericht John Lee Hooker jr. vom 29. März 2009

John Lee Hooker Jr. mitten im Revier in der Zeche Carl in Essen. Stuhlreihen mit roten Sitzpolstern im Saal und schwere Vorhänge auf der Bühne verschaffen der sonst so tristen Halle eine gemütliche Atmosphäre. Geduldig wartet das, mit wenigen Ausnahmen, im Altersdurchschnitt doch schon recht betagte Publikum auf den Sohn eines der berühmtesten Bluesmusiker aller Zeiten. John Lee Hooker Jr.

Gegen 20.15 Uhr geht dann das Licht aus und John Lee und seine Hooker Band starten mit dem Barak Obama Werbesong „The People want a chance“. Der Sound ist einsame Spitze. Musik und Stimme kommen kristallklar und wuchtig rüber. Ein großes Lob an den Tonmeister. Respekt. John Lee und seine Mannen – Mike Rogers drums, Gig Anderson keys, Funky Z bass, Jeff Horan guitar, machen vom ersten Ton an klar, was wir heute Abend erleben werden:

Blues, Soul, Funk, R&B und Boogie vom allerfeinsten. Sich von John Lee’s Bariton die Eigenkompositionen als auch Klassiker seines verstorbenen Papa’s oder anderer Bluesgrößen wie T-Bone Walker vortragen zu lassen, bereitete nicht nur mir großes Vergnügen. John Lee zeigte, dass er neben seinen gesanglichen Fähigkeiten auch ein großartiger Entertainer ist. Er anzte ,

flirtete mit dem Publikum, im Besonderen mit zwei jungen Ladies in der 2. Reihe zu Mojo Working und In the Mood, und ließ seine Brustmuskeln unter dem maßgeschneiderten Seidenhemd rhytmisch zur Musik wackeln. Darüber hinaus ließ er sich die richtige Aussprache von ESSEN erklären und erzählte stolz, dass er sich auch schon den Kennedyplatz angeschaut habe.

Nach einer Stunde wurde eine kleine Pause eingeschoben, in der sich John Lee die Zeit nahm, einige CD’s zu signieren und mit den Leuten locker zu plaudern.

Gegen 21.30 Uhr ging es dann wieder weiter. Im 2. Teil seiner Show heizte John Lee mit seiner Hooker Band dem Publikum noch mehr ein, so dass es zum Schluss keinen mehr auf dem Sitz hielt und sich alle zu den pulsierenden Boogierhythmus treiben ließen. Als Zugabe erzählte uns John Lee noch , was man All Night Long alles anstellen könnte bzw. sollte. Obwohl er viele Empfehlungen zu der Nachtgestaltung hatte, war dann doch gegen 22.30Uhr Schluss. Schade, es hätte ruhig noch weitergehen können.