2013/04/03 | Selig | FZW Dortmund

Geschrieben von: Oliver Wowra

Bereits zum zweiten mal nach ihrer Wiedervereinigung machten Selig auf ihrer diesjährigen Hallentour einen Zwischenstop im FZW. Hier im Schatten des Dortmunder U waren sie zuletzt 2010 aufgetreten. Ein Abend, der den Bandmitgliedern in besonderer Erinnerung geblieben war, wie wir im Laufe des Konzerts noch erfahren sollten.

Auch der heutige Abend war für das Dortmunder Publikum ein ganz Besonderer, da zeitgleich der BVB im fernen Malaga um den Einzug ins Halbfinale der Championsleague kämpfte und der eine oder andere Konzertbesucher zwischen den Songs immer mal wieder einen Blick auf den Live-Ticker riskierte, was der guten Stimmung in der Halle aber keinen Abbruch tat. Das FZW war gut gefüllt und die Band um Sänger Jan Plewka betrat kurz nach Acht die Bühne. Wie zu erwarten bildeten die Stücke des aktuellen Albums „Magma“ den Kern des Bühnenprogramms. „Magma“ ist insgesamt das 6. Album der Hamburger und das Dritte seit der Reunion. Alles klang etwas härter und rauer als die in England produzierten Albumversionen und das tat nicht nur den neuen Songs hörbar gut. Stücke wie „Die alte Zeit zurück“ aus dem Reunion Album brachten die Halle zum Tanzen. Dazwischen spielte die Band immer wieder bewährte Klassiker wie „Schau, schau“ oder „Sie hat geschrien“. Langsame Nummern wie „Ohne dich“ oder „Bring mich heim“ gaben Band und Publikum immer wieder kleine Verschnaufpausen. Die Stimme von Jan Plewka berührte das Publikum und nahm es mit auf eine Reise. Wozu das Keyboard von Malte Neumann bei einigen Songs leicht psychedelisch ertönte. Nicht umsonst hatte die Zeit den Sound von Selig als „Hippie Metal“ bezeichnet.
Zwischendurch erfuhren wir noch das Gitarrist Christian Neander als gebürtiger Dortmunder beim 2010 Konzert seinen Geburtstag feierte und welche Begebenheiten die Band zu dem einen oder anderen Song inspirierten.
Spätestens bei der ersten Zugabe tanzte und feierte die gesamte Halle und als mit der zweiten Zugabe die aktuelle Single „Alles auf Einmal“ erklang, interessierte der Liveticker auch den letzten BVB Fan nicht mehr. Auf Nachfrage von Jan Plewka hatten sich viele Besucher direkt zu Anfang des Konzerts als „Wiederholungstäter“ geoutet. Ein Gedanke mit dem sich der Chronist durchaus gerne anfreunden könnte.