2018/03/06 | Go Music | Gdanska Oberhausen

Es ist kaum zu glauben. Seit  über 22 Jahren beglückt  der unermüdliche  Martin Engelien mit seiner monatlichen Go Music Reihe das musikbegeisterte Volk im ganzen Lande. Abnutzungserscheinungen, so wie es in Dauerserien üblich ist, gibt es hier nicht. Jedes Go Music Konzert ist einzigartig und einmalig. Martin gelingt es immer wieder, hochkarätige Musiker   für den jeweiligen 4 Wochen-Trip zu gewinnen. Im März dabei:

Kai Sonnhalter Sänger, Gitarrist, Songwriter, Performer und Entertainer. Kai ist seit 2011 mit seiner Band „Tonsport“  unterwegs, bestreitet Gastauftritte bei der Thomas Blug Band und „Circus meets Classic“ Show des weltberühmten Circus Roncalli.

Kai Sonnhalter

David Readman (GB) – Musiker und Sänger. Seit 1994 Frontmann von Pink Cream 69. Von 200-2004 sang er bei der französischen Progressive-Metal-Band Adagio. 2007 erschien sein erstes Solo-Album „David Readman“ mit melodischem Rock, einer klassischen Basis und viel britischer Energie. Ein Jahr später begann er in der Hard Rock Formation „Voodoo Circle“ als Sänger, Co-Komponist und Texter, wodurch sich sein Fan-Kreis erneut vervielfachte. Seit 2010 singt David Readman zudem im Projekt „Thomas Blug plays Hendrix“ und lädt mit seiner einzigartigen Stimme zum Mitrocken ein!

David Readman (Pink Cream ´69)

Charly T. (Terstappen) Das Deutsche Schlagzeug – Urgestein des Rock’n Roll. Charly war in den 1980er Jahren der erste Drummer des ersten GO MUSIC Konzertes. Sein unverkennbares Spiel prägte Hits von Westernhagen (Sexy), Gianna Nannini (Il Mascchi, Bello Impossibile), LSE, 12 Drummers Drumming, DV8, The Lords und vielen anderen.

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Halb 9. Es geht los. Gitarrissimo Mastermind  Jürgen Reinke, der im Laufe des Abends von Martin als würdiger Empfänger des Bundesverdienstkreuzes für seine langjährige unermüdliche Arbeit in Bezug auf die musikalische und kulturelle  Bereicherung der Stadt Oberhausen und Umgebung vorgeschlagen wurde, kündigte erfreut das kommende Ereignis an, nachdem er auch nicht unstolz auf weitere, hier im Gdanska anstehenden Großereignisse hinwies. ( schaut bitte hier: http://www.obsaitensprung.de/index.php5, oder einfach hier im Veranstaltungskalender ) Ach ja-der Vorschlag von Martin fand großen Beifall im Publikum und auch meine Zustimmung.

Gestartet wurde wie immer mit einem Instrumentalstück. Dieses hier nannte sich Courage, war etwas jazzpoprockmäßig angehaucht und zum Eingrooven des Publikums und Band vollkommen korrekt. Unter Verweis auf Kai`s Weltreisen gab dieser dann gesanglich Down Under zum besten. Gute Stimme, feine Gitarre. David gesellte sich dann auch zur Band und stellte gleich mal seine herausragenden gesanglichen Qualitäten mit Don´t break my Heart vor. Der folgende Song brachte das Gdanska dann gehörig ins Wanken. Paranoid. Mann o Mann, das war der Hammer. Absolut mitreißend . Sensationell. Ich habe Black Sabbath drei mal live erleben dürfen und wage zu behaupten, dass diese  Performance die bisher beste Liveversion dieses Klassikers war, die ich erlebt habe. Genial. Und weiter ging es mit dem nächsten Kracher : Holy Diver . Zwei Klassiker der härteren Gangart hintereinander. Toll. Zur Einstimmung der Raucherpause durfte dann Kai auch noch mal den Leadgesang bei Crazy von Seal übernehmen. Jetzt könnte man denken, Black Sabbath, Dio und dann Seal, dass passt doch gar nicht. Doch es passte ganz hervorragend. Obwohl ja Seal eigentlich mehr durch Schmusesongs und seiner schon lange beendeten Karriere als Partner von Heidi Klum Schlagzeilen gemacht hat, hat er mit Crazy vor sage und schreibe 27 Jahren einen wirklich guten Song geschrieben, der in der Interpretation an diesem Abend gehörig funkig aufgepimpt wurde und das Volk begeisterte.

Nach der Pause knallte uns die Band dann gnadenlos weitere Meilensteine der Rockgeschichte, getarnt als Holländische, Japanische und Englische Nationalhymnen, um die Ohren.

Radar Love, My Woman from Tokyo und Whole Lotta Love fetzten durch den Saal, rissen das Volk zum Mitsingen, Klatschen und Tanzen mit. Das Immigrant Song von Led Zep bei manchen als deutsche Nationalhymne verstanden wurde, will ich mal nicht mitunterschreiben. Kleinere Erholungsphasen gab es dann bei der schönen Interpretation von Purple Rain, wobei  Kai und David sich gesanglich sehr fein ergänzten. Zum Abschluss hauten die Jungs noch das zeitlose Schools out raus.  Genial.

Vielen Dank noch einmal an Jürgen und Martin. Macht bitte weiter so: Beide.

Vielen Dank natürlich auch an David, Kai und Charly. Wir sehen uns auf jeden Fall wieder.