2018/03/09 | Steve Rothery Support: Stijn Grul | Musiktheater Piano Dortmund

Bericht: Peter Altenkirch

Steve Rothery und seine Band S.R.B. gastierten auch dieses Jahr wieder im Piano, welches schon seit  einiger Zeit  ausverkauft war. Glücklich konnten sich diejenigen schätzen, die sich rechtzeitig Tickets gesichert hatten.

Punkt 8 wurde die Bühne von einer mir  bisher völlig unbekannten Truppe mit dem exotischen Namen Stijn Grul bevölkert. 6 junge Männer und eine junge Frau an den Keyboards namens Sophia Vernikov. Stijn Grul ist der Name des Frontmanns , der wohl mal im früheren Leben, obwohl er nicht älter als 21 scheint, ein Modell war.  Im letzten Monat erst veröffentlichte die aus Utrecht stammende Band ihre erste EP „Roses“, welche auch an diesem Abend vorgestellt wurde. Die Musik von Stjn ist nicht einfach zu beschreiben. Grob umschrieben umschmeichelte die Band das Volk mit jazzigen Popsongs oder auch poppigem Jazz, angereichert mit einer kleinen Rock Attitüde Prise. Die Arrangements waren schon sehr beeindruckend und anspruchsvoll, manchmal sperrig und dann wieder überraschend druckvoll. Die Performance und Gesang von Stijn wurde von Song zu Song besser und  enthusiastischer. Zum Schluss des knapp 40minütigen Vortrages lagen sich Stijn und Sophia glücklich in den Armen und auch Bass, Gitarre, Saxophone, Trompete und Drums waren zufrieden ob dieser gelungen Show.  Die Band sollte man sich merken.

Dann nach einer kurzen Umbauphase enterte die Steve Rothery Band zunächst ohne Sänger Martin Jakubski die Bühne.

Steven „Steve“ Rothery Guitar/ Dave Foster Guitar/ Leon Parr Drums/Yatim Halimi Bass/ Riccardo Romano Keyboards

Das Publikum tobte schon, bevor der erste Ton die Gehörgänge verzückte. Obwohl nicht alle Anwesenden in Dortmund beheimatet sind, schlug Steve und seine Mannen hier „Wahre Liebe“ entgegen. Dies blieb nicht unbeantwortet. Die S.R.B. verzauberte mit den Instrumentalsongs  Morpheus/Kendris/OMOTS und Summer ´s End das anwesende Volk und stimmte es verheißungsvoll auf Teil 2 des Konzertabends ein. Steves Gitarrenspiel ist einfach phantastisch. Seine Gitarre hat einen unverwechselbaren und charakteristischen Sound. Sein warmer Fluid-Stil ähnelt  dem von David Gilmoure, den er auch als einer seiner größten Einflüsse nennt, wobei er großen Wert auf die einzelnen Töne legt, als mit excessiver Schnelligkeit anzugeben. Müßig zu erwähnen, dass jeder Song tobenden Beifall fand.

Kurze Pause – dann folgte der Marillion Part mit dem Ex Silmarillion Tribute Sänger Martin Jakubski, der schon zu Fish´s Zeiten sich der Musik von Marillion verschrieben hatte.

Auch müßig zu erwähnen dass die folgenden Songs vom textsicheren und blendent aufgelegten Publikum allesamt mitintoniert wurden. Anfangs schien der Gesang von Martin etwas dünn  zu sein, aber spätestens bei Fugazi war er gesanglich voll auf der Höhe und heizte das Volk bestens ein. Seine Bühnenpräsenz ist mitreißend aber nicht aufdringlich anbiedernd und gibt der Band und insbesondere natürlich Steve genügend Raum die musikalischen Qualitäten der Songs hervorzuheben. Obwohl ich persönlich Assassing vermisste, entsprach die Setlist  einem angemessenen Querschnitt von Marillion Songs, welche im Zugabenteil mit Garden Party und Market Square Heroes sowohl das anwesende Volk als auch die Band noch einmal zu musikalischen Höchstleistungen trieb. Beeindruckend. Sichtlich zufrieden und gerührt ob der nicht endenden Beifallsstürme bedankten sich Steve und seine Mannen herzlichst für diesen unvergesslichen Abend.

Setlist: Slange/Warm wet Circles/That time of the night/Fugazi/Three Boats/Kayleogh/Lavender/Heart of Lothian/ Incommunicado/Garden Party/Market Square Heroes